InfiMaker K1: Desktop-CNC mit fünf Achsen startet auf Kickstarter
Auf Kickstarter ist die geschlossene CNC-Fräse ab 5.199 $ erhältlich. Die Auslieferung an Unterstützer ist für Dezember 2026 vorgesehen.

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InfiMaker hat den K1 vorgestellt, eine geschlossene CNC-Fräse im Desktop-Format für simultane Fünf-Achs-Bearbeitung. Die Maschine ist jetzt über Kickstarter erhältlich, wo die Unterstützungsstufen bei 5.199 $ beginnen. Als voraussichtlichen Liefertermin nennt InfiMaker Dezember 2026.
Die Kampagne startete am 11. August und hat von mehr als 700 Unterstützern über 4,2 Millionen US-Dollar eingesammelt. Sie endet planmäßig am 26. September.
Eine Drei-Achs-Fräse bewegt den Fräser entlang der X-, Y- und Z-Achse. Der K1 kann das Werkstück während der Bearbeitung zusätzlich neigen und drehen. Durch die koordinierte Bewegung aller fünf Achsen kann der Fräser gekrümmten Flächen folgen und mehrere Seiten eines Bauteils erreichen, ohne dass es zwischendurch von Hand neu aufgespannt werden muss.
Fünf Achsen in einem geschlossenen System
Der K1 misst 560 × 700 × 800 mm und wiegt rund 110 kg. Damit bleibt die Stellfläche im Desktop-Bereich, das Gewicht verlangt allerdings nach einer stabilen Werkbank statt eines gewöhnlichen Schreibtischs. Das Gehäuse hält Späne zurück und soll die Geräuschentwicklung verringern. Unter den angegebenen Testbedingungen nennt InfiMaker einen Wert von weniger als 70 dB.
Das Bewegungssystem basiert auf einem einteiligen Gussbett und einem umgekehrten Portal. Diese Konstruktion soll laut InfiMaker die Steifigkeit erhöhen und die Maschine zugleich kompakt halten.
Der lineare Verfahrweg beträgt 220 × 160 × 180 mm. Für die simultane Fünf-Achs-Bearbeitung darf das Werkstück höchstens 120 × 120 × 120 mm groß sein. Im Drei-Achs-Betrieb sind Werkstücke bis 220 × 150 × 150 mm möglich. Die B-Achse neigt sich von −30 bis 110 Grad, die C-Achse dreht sich um 360 Grad.
Für die Bearbeitung dient eine 1,5-kW-Spindel mit einer Höchstdrehzahl von 20.000 U/min. InfiMaker gibt einen Eilgang von bis zu 4.500 mm/min, einen maximalen Bearbeitungsvorschub von 2.500 mm/min und eine Wiederholgenauigkeit von 0,01 mm auf den linearen Achsen an.
Als geeignete Materialien nennt das Unternehmen Aluminium, Messing, Kupfer, Holz, Acryl, Wachs, Jade, Harz und technische Kunststoffe. Stahl und Titan stehen ebenfalls auf der Liste, werden in der Ankündigung aber auf leichte Bearbeitungsaufgaben beschränkt.
Automatischer Werkzeugwechsel und Vermessung
Ein automatischer Werkzeugwechsler mit sechs Positionen ermöglicht es dem K1, während eines Auftrags zwischen Schruppen, Schlichten, Bohren und Gravieren zu wechseln. Eine Position kann den mitgelieferten drahtlosen Messtaster aufnehmen. Ist er eingesetzt, bleiben fünf Plätze für Fräswerkzeuge.
Der Messtaster ermittelt die Lage des Werkstücks und setzt vor der Bearbeitung den Nullpunkt. Nach Angaben von InfiMaker kann er auch eine Verdrehung des Werkstücks erkennen und so den manuellen Einrichtungsaufwand verringern.

Das optionale InfiFlow-System lässt destilliertes Wasser um den Bearbeitungsbereich zirkulieren. InfiMaker stellt es als Alternative zu einem herkömmlichen Kühlschmierstoffsystem vor und legt es einem der Kampagnenpakete bei.
InfiStudio soll CAM vereinfachen
Der K1 arbeitet mit InfiStudio, InfiMakers CAM-Software für Windows und macOS. Mobilgeräte können zur Überwachung und Maschinensteuerung eingesetzt werden, zusätzlich lassen sich Projekte über den eingebauten Touchscreen verwalten.
Für herkömmliche Arbeitsabläufe importiert InfiStudio Modelle im STL-, STEP- und OBJ-Format. Die Maschine kann außerdem Standard-G-Code aus externer CAM-Software ausführen. InfiMaker entwickelt daneben einen assistierten Arbeitsablauf, der aus einer Texteingabe oder einem Referenzbild zunächst ein 3D-Modell und anschließend die Werkzeugwege erzeugen soll. Eine integrierte Kamera kann QR-codierte Materialien von InfiMaker scannen und automatisch die zugehörigen Schnittparameter laden.
Die Funktionen sollen den CAM-Aufwand vor dem Maschinenstart reduzieren. In einer gesponserten Vorserien-Demonstration nutzte der YouTube-Kanal Make Something einen K1, um dasselbe Bauteil aus Eiche, Messing und Edelstahl zu fräsen. Der Moderator bezeichnete die Maschine als Prototyp und die Software als Beta-Version.

Kickstarter-Preise und Liefertermin
Die günstigste Unterstützungsstufe für den K1 liegt bei 5.199 $. Als späteren Verkaufspreis nennt InfiMaker 8.599 $. Für 5.799 $ kommt das InfiFlow-System hinzu, das All-in-one-Paket für 5.999 $ enthält das Kühlsystem und weiteres Zubehör. Die aktuellen Rewards umfassen eine einjährige Garantie.
Der Versand wird nach Kampagnenende separat berechnet. Die veröffentlichten Schätzungen liegen je nach Zielort zwischen 140 und 400 $, für die meisten europäischen und nordamerikanischen Länder zwischen 300 und 400 $. Laut InfiMaker sind Zollgebühren und Mehrwertsteuer für Unterstützer der Kampagne abgedeckt.
Alle derzeitigen Unterstützungsstufen nennen Dezember 2026 als voraussichtlichen Liefertermin. Wie bei jeder Crowdfunding-Kampagne handelt es sich um Unterstützungsbeiträge und nicht um reguläre Käufe. Der Zeitplan bleibt eine Schätzung, bis Produktion und Auslieferung abgeschlossen sind.
Der K1 verbindet simultane Fünf-Achs-Bewegung, Gehäuse, automatische Vermessung, Werkzeugwechsel und CAM-Software in einer kompakten Werkstattmaschine. Die ersten Auslieferungen werden zeigen, wie genau die Serienmaschine dem Prototyp und den während der Kampagne veröffentlichten Spezifikationen entspricht.
Häufige Fragen
Was kostet der InfiMaker K1?
Die Kickstarter-Unterstützung für den K1 beginnt bei 5.199 $. Als späteren Verkaufspreis nennt InfiMaker 8.599 $. Der Versand kostet je nach Zielort zusätzlich 140 bis 400 $.
Wie groß darf ein Werkstück für den InfiMaker K1 sein?
InfiMaker nennt für die simultane Fünf-Achs-Bearbeitung ein maximales Werkstück von 120 × 120 × 120 mm. Im Drei-Achs-Betrieb sind Teile bis 220 × 150 × 150 mm möglich.
Welche Materialien kann der InfiMaker K1 bearbeiten?
InfiMaker nennt Aluminium, Messing, Kupfer, Holz, Acryl, Wachs, Jade, Harz und technische Kunststoffe. Stahl und Titan sind ebenfalls aufgeführt, allerdings nur für leichte Bearbeitungsaufgaben.
Wann wird der InfiMaker K1 ausgeliefert?
Die Kickstarter-Rewards nennen Dezember 2026 als voraussichtlichen Liefertermin. Die Kampagne endet planmäßig am 26. September 2026.
Quellen
- InfiMakers Kickstarter-Kampagne, für Reward-Preise, Versandkosten, Kampagnensumme und den voraussichtlichen Liefertermin
- InfiMakers Produktseite zum K1, für Maschinendaten, Materialien und InfiStudio-Funktionen
- InfiMakers Ankündigung des K1, für den Softwareablauf und die Beschränkung von Stahl und Titan auf leichte Bearbeitungsaufgaben
- Die gesponserte K1-Demonstration von Make Something, für die Vorserien-Aufnahmen der Bearbeitung
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