AxiLoop zeigt MC8 und MC8 Pro: 3D-Drucker mit acht Hotends

David C.31. August 20264 Min. LesezeitDiesen Artikel gibt es auch auf:

Die neuen Toolchanger feierten auf der Formnext Asia Shenzhen ihre öffentliche Premiere. Beide parken acht Hotends, der Pro ergänzt Glastür und aktive Kammerheizung.

AxiLoop zeigt MC8 und MC8 Pro: 3D-Drucker mit acht Hotends
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AxiLoop hat den MC8 und den MC8 Pro vorgestellt, zwei 3D-Drucker mit acht wechselbaren Werkzeugmodulen. Ihre öffentliche Premiere feierten die Maschinen auf der Formnext Asia Shenzhen. Dort stand neben dem zuvor angekündigten MC8 erstmals auch eine Pro-Version mit aktiv beheizter Kammer.

Beide Modelle bieten einen Bauraum von 300 × 300 × 300 mm und parken acht vorgeheizte Hotends im Inneren. Der bewegliche Schlitten nimmt für jeden Abschnitt des Drucks das benötigte Werkzeug auf. Dadurch kann jede Farbe oder jedes Material mit einer eigenen Filamentspule verbunden bleiben.

Acht Werkzeuge statt einer gemeinsamen Düse

Multicolorsysteme mit nur einer Düse führen mehrere Filamente durch dasselbe Hotend. Bei jedem Wechsel muss das vorherige Material herausgespült werden, bevor die nächste Farbe sauber gedruckt werden kann. Ein Toolchanger vermeidet einen Großteil dieses Spülvorgangs, indem er stattdessen zu einem anderen Hotend wechselt.

Nach Angaben von AxiLoop tauscht der MC8 ein vorgeheiztes Werkzeug in vier Sekunden. Vor dem Weiterdrucken kann weiterhin ein kurzes Priming nötig sein, das System muss aber nicht bei jedem Wechsel ein Filament vollständig aus einer gemeinsamen Schmelzzone entfernen. AxiLoop wirbt deshalb mit deutlich weniger Abfall. Das Modell und die Testmethode für den beworbenen Zehnfach-Vergleich hat das Unternehmen jedoch nicht veröffentlicht.

Laut AxiLoop wechselt der MC8 ein vorgeheiztes Werkzeugmodul in vier Sekunden

Die acht Werkzeuge verwenden Düsen aus gehärtetem Stahl, die für bis zu 300 °C ausgelegt sind. Als maximalen Volumenstrom nennt AxiLoop 34 mm³/s. Eine 0,4-mm-Düse gehört zur Standardausstattung; außerdem führt das Unternehmen Durchmesser von 0,2, 0,6 und 0,8 mm auf. Der Drucker soll die Abstände zwischen den Werkzeugen automatisch vermessen und mit einer Genauigkeit von 0,03 mm ausgleichen.

300 mm Bauraum bei beiden Modellen

MC8 und MC8 Pro teilen sich den 300 mm großen kubischen Bauraum sowie eine flexible, PEI-beschichtete Federstahlplatte. Das Druckbett erreicht 110 °C. Ein Wirbelstromsensor erfasst 2.500 Punkte auf der Oberfläche. Laut AxiLoop dauert dieser Vorgang etwa eine Minute.

In den veröffentlichten Daten trennt der Hersteller Druck- und Verfahrgeschwindigkeit: Für den Materialauftrag nennt AxiLoop bis zu 300 mm/s, für Leerfahrten bis zu 600 mm/s und für die Beschleunigung bis zu 25.000 mm/s². Dabei handelt es sich um maximale Herstellerangaben und nicht um gemessene Produktionsgeschwindigkeiten.

Die Bedienung erfolgt über einen vier Zoll großen Touchscreen. Dateien lassen sich per WLAN oder USB übertragen, intern stehen 16 GB Speicher zur Verfügung. Eine 1080p-Kamera ermöglicht die Fernüberwachung. Nach Angaben von AxiLoop überwachen außerdem 45 Sensoren unter anderem Filamentbewegung, Werkzeugaufnahme, Temperatur und den korrekten Sitz der Bauplatte. Die Software soll Fehler während des Drucks erkennen.

Der MC8 Pro ergänzt eine beheizte Kammer

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Maschinen liegt in der Temperaturregelung. Der normale MC8 besitzt keine aktiv beheizte Kammer. Der MC8 Pro ergänzt eine Glastür, eine Luftumwälzung und eine Kammerheizung bis 65 °C. Die geregelte Umgebung soll die Temperatur um das Bauteil bei längeren Drucken gleichmäßiger halten.

Durch die zusätzliche Heizung steigt die angegebene maximale Leistungsaufnahme des Pro auf 2.200 W, während AxiLoop für den MC8 1.200 W nennt. Der Pro ist außerdem höher, Bauraum und Acht-Werkzeug-System bleiben jedoch unverändert.

Der normale AxiLoop MC8 mit seinem externen Halter für acht Filamentspulen

Neue Druckermarke mit industriellem Hintergrund

AxiLoop ist eine neue 3D-Druckmarke von Shenzhen Xikoe Industrial, einem Hersteller von Präzisionsmaschinen zum Schleifen und Polieren. Xikoe gehört mehrheitlich zu Shenzhen Zesum Technology, das unter dem Börsencode 301486 an der Börse Shenzhen notiert ist. Zesum übernahm 2023 einen Anteil von 52 Prozent an Xikoe.

Der MC8 ist der erste 3D-Drucker unter dem Namen AxiLoop. Die Unternehmen dahinter fertigen jedoch bereits Präzisionsmaschinen und elektronische Komponenten. Hinter der neuen Endkundenmarke steht damit eine etablierte Industriegruppe.

AxiLoop will MC8 und MC8 Pro nach der Premiere auf der Formnext Asia über Kickstarter anbieten. Endgültige Kampagnenpreise und ein Lieferplan wurden noch nicht angekündigt. Bis zum Start der Kampagne bleiben beide Maschinen Vorserienprodukte und sind nicht regulär erhältlich.

Häufige Fragen

Was ist der AxiLoop MC8?

Der AxiLoop MC8 ist ein FDM-3D-Drucker mit einem Bauraum von 300 × 300 × 300 mm, der zwischen acht vorgeheizten Hotend-Modulen wechselt. Jedes Werkzeug kann mit einer eigenen Filamentspule verbunden bleiben.

Was unterscheidet MC8 und MC8 Pro?

Beide Modelle besitzen denselben Bauraum und das gleiche Acht-Werkzeug-System. Der MC8 Pro ergänzt eine Glastür, aktive Luftumwälzung und eine Kammerheizung bis 65 °C.

Wie schnell druckt der AxiLoop MC8?

AxiLoop nennt eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 300 mm/s, Verfahrgeschwindigkeiten bis 600 mm/s und eine Beschleunigung bis 25.000 mm/s². Ein bereits vorgeheiztes Werkzeug soll in vier Sekunden gewechselt werden.

Wann ist der AxiLoop MC8 erhältlich?

Laut AxiLoop soll nach der Premiere auf der Formnext Asia Shenzhen eine Kickstarter-Kampagne folgen. Endgültige Preise und ein Lieferplan wurden noch nicht veröffentlicht.

Quellen

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